Skip to content
Schlagwort: Auktion Energieversorger
Die Ausschreibung ist abgeschlossen. Trotzdem scheint noch Spielraum vorhanden. Ein Energieversorger schreibt klar spezifiziertes Netzmaterial oder andere technische Komponenten aus. Die Spezifikation steht, mehrere Anbieter erfüllen die Anforderungen und nach der Bewertung liegen Angebote vor, mit denen grundsätzlich weitergearbeitet werden kann.Jetzt beginnt häufig die klassische Nachverhandlung. Ein Anbieter wird gebeten, sein Angebot noch einmal zu prüfen, mit einem zweiten werden Konditionen besprochen, bei einem dritten wird ausgelotet, ob sich bei Menge oder Preis noch etwas verändert.Der Einkauf investiert zusätzliche Zeit, während sich der verbleibende Wettbewerb auf einzelne Gespräche verteilt. Gleichzeitig bleibt der direkte Wettbewerbsdruck zwischen den verbleibenden Anbietern nur begrenzt sichtbar.An diesem Punkt stellt sich die Frage, ob die Einzelverhandlung der passende nächste Schritt ist oder eine elektronische Auktion den Wettbewerb strukturierter weiterführen kann.Bei einer geeigneten Ausgangslage treten die bereits bewerteten Anbieter innerhalb klarer Bedingungen noch einmal in einen gemeinsamen Wettbewerb. Die Ausschreibung bleibt dafür die Grundlage. Sie hat geklärt, welche Leistungen benötigt werden, welche Angebote wertbar sind und welche Anbieter für die weitere Vergabe infrage kommen.Damit folgt die Auktion einem klaren Sourcing-Prozess: Bedarf und Spezifikation sind geklärt, geeignete Lieferanten qualifiziert, Angebote verglichen und bewertet. Erst auf dieser Grundlage wird der verbleibende Wettbewerb in einer weiteren Phase genutzt.Bei Vergaben im Anwendungsbereich der Sektorenverordnung entspricht diese Reihenfolge auch dem vorgesehenen Verfahren. Einer elektronischen Auktion geht dort eine vollständige erste Bewertung der Angebote anhand der festgelegten Zuschlagskriterien voraus.Wann die Ausgangslage für eine Auktion passt Eine Auktion wird vor allem dann relevant, wenn mehrere geeignete Anbieter tatsächlich miteinander konkurrieren können, die Leistungen ausreichend vergleichbar sind und der Preis für die noch offene Entscheidung ein relevantes Gewicht hat.Technische, qualitative und vertragliche Fragen sollten vor der Auktion so weit geklärt sein, dass tatsächlich Vergleichbares miteinander konkurriert. Eine klare Spezifikation, ausreichend viele qualifizierte Lieferanten und eine standardisierbare Leistungsbeschreibung schaffen dafür eine belastbare Ausgangslage.Ein Preisniveau oberhalb der eigenen Erwartung reicht als Begründung allein nicht aus. Möglicherweise entspricht das Ergebnis dem aktuellen Markt, vielleicht begrenzt die Spezifikation den Kreis geeigneter Anbieter stärker als erwartet, auch Lieferfähigkeit oder besondere Risiken können sich im Preis widerspiegeln.Eine zusätzliche Wettbewerbsphase löst diese Ursachen nicht automatisch. Vor der Entscheidung sollte deshalb geklärt werden, warum das Ausschreibungsergebnis wirtschaftlich nicht überzeugt und ob tatsächlich noch ungenutzter Wettbewerb vorhanden ist.Derselbe Einkauf, zwei unterschiedliche Entscheidungen Ein Stadtwerk beschafft eine klar spezifizierte technische Komponente. Mehrere Lieferanten können liefern, die Anforderungen sind erfüllt und nach der ersten Angebotsbewertung liegen mehrere geeignete Angebote vor. Der Einkauf vermutet noch wirtschaftlichen Spielraum.Hier ist eine Auktion eine relevante Option für die nächste Verhandlungsstufe.Wie groß dieser Spielraum im konkreten Fall sein kann, zeigt ein Praxisbeispiel aus dem Newtron-Umfeld: Bei der Beschaffung von Kabel- und Netzmaterial mit einem Auftragsvolumen von 1,3 Millionen Euro und sechs Lieferanten im Wettbewerb wurden in der Auktion 11,8 Prozent zusätzliche Einsparung gegenüber dem bisherigen Preisniveau erzielt.Das Beispiel ist kein allgemeines Einsparversprechen. Es zeigt jedoch, dass auch nach einer bereits erfolgten Ausschreibung noch wirtschaftlicher Wettbewerb vorhanden sein kann.Ein anderer Vorgang betrifft eine komplexe Leistung mit unterschiedlichen technischen Lösungswegen, projektspezifischen Risiken und qualitativen Unterschieden. Der Preis ist relevant, erklärt die Unterschiede zwischen den Angeboten aber nur zum Teil.Hier kann eine individuelle Verhandlung geeigneter sein.Beide Vorgänge gehören zum professionellen Einkauf. Sie verlangen unterschiedliche Methoden. Ausgangspunkt bleibt der konkrete Beschaffungsvorgang.Die Vorbereitung entscheidet über den Wert der Auktion Eine Auktion beginnt vor dem ersten Gebot. Der Einkauf muss wissen, welche Anbieter tatsächlich infrage kommen, welche Bestandteile der Angebote vergleichbar sind und welche Bedingungen für die zusätzliche Wettbewerbsphase gelten.Auch die beteiligten Lieferanten brauchen einen klaren Rahmen. Sie müssen wissen, worauf sich die Auktion bezieht und welche Rolle das Ergebnis im weiteren Vergabeprozess spielt.Eine sorgfältige Vorbereitung schafft Klarheit für alle Beteiligten und verhindert, dass aus der zusätzlichen Wettbewerbsphase lediglich zusätzlicher Druck entsteht.Dazu gehört auch ein belastbarer Preisspiegel. Wer die eingegangenen Angebote und das bestehende Preisniveau vor der Auktion sauber eingeordnet hat, kann den zusätzlichen Wettbewerb wesentlich gezielter nutzen.Mit einer gemanagten Newtron Auktion konkret einsteigenFür Einkaufsorganisationen, die elektronische Auktionen bisher selten einsetzen, muss daraus kein neues Grundsatzprojekt entstehen. Eine bereits laufende oder abgeschlossene Ausschreibung kann den Ausgangspunkt bilden.An diesem konkreten Vorgang lässt sich klären, ob die Ausgangslage für eine Auktion passt und eine gemanagte Newtron Auktion als nächste Verhandlungsstufe infrage kommt.Bei einem betreuten Einkaufsprojekt bleibt die Verantwortung für Bedarf, Spezifikation, Lieferantenauswahl und Vergaberegeln beim Einkauf. Newtron übernimmt Auktionsstrategie und Setup, Schulung und Live-Begleitung, Projektdurchführung sowie Lieferantensupport.So lässt sich das Verfahren zunächst an einem konkreten Beschaffungsvorgang erproben. Eine Softwareeinführung oder umfassende Prozessumstellung ist dafür nicht erforderlich. Der Einkauf sammelt Erfahrung am eigenen Fall und kann anschließend besser beurteilen, für welche weiteren Vergaben elektronische Auktionen eingesetzt werden können.Fazit: Nach der ersten Bewertung kann eine weitere Stufe folgenBleiben nach einer Ausschreibung mehrere geeignete Anbieter im Wettbewerb und wird wirtschaftlich noch Spielraum vermutet, ist eine Auktion eine konkrete Option für die nächste Verhandlungsstufe.Vorher sollte geklärt werden, warum das vorliegende Ergebnis hinter den Erwartungen bleibt. Ein enger Lieferantenmarkt, eine stark begrenzende Spezifikation oder eingepreiste Risiken verschwinden durch eine Auktion nicht.Sind die Voraussetzungen gegeben, geht es deshalb nicht darum, die vorherige Ausschreibung zu korrigieren. Die Auktion nutzt zusätzlichen Wettbewerb, der nach der ersten Angebotsbewertung noch vorhanden sein kann.Für Energieversorger, die dieses Verfahren an einem konkreten Fall erproben möchten, bietet eine gemanagte Newtron Auktion einen klaren Einstieg.Die Anschlussfrage nach der Ausschreibung ist konkret:Bei welchen bereits bewerteten Beschaffungsvorgängen lässt sich der vorhandene Wettbewerb über eine Auktion strukturiert weiterführen?Nächster SchrittSie haben eine Ausschreibung durchgeführt, mehrere geeignete Angebote liegen vor und Sie vermuten noch wirtschaftlichen Spielraum? Besprechen Sie Ihren konkreten Ausschreibungsfall mit Newtron und klären Sie, ob ein betreutes Auktionsprojekt als nächste Verhandlungsstufe infrage kommt.